TBV LM 10 Ball 2015 41Am 30.05.2015 trafen sich sieben Sportler aus ganz Thüringen um den Landesmeister in der Disziplin 10-Ball unter sich zu ermitteln.

Neben dem zweifachen Medaillen-Gewinner der Saison 2014/2015 Alexander Usbeck (Gold im 14/1 endlos und Silber im 8-Ball) kämpften mit Alexander Bachstein und Marcus Wildt zwei weitere Spieler des Gastgebers 1. PBC Gera um den heiß begehrten Landesmeistertitel und den damit verbundenen Startplatz zur Deutschen Meisterschaft im November 2015.

Ebenfalls von der Partie waren Medaillenkandidat Ronny Rejke vom 1. PBC Erfurt sowie dessen Teamkollege Steve Hähnel.

Das Feld rundeten Landessportwart Robert Stelzer und Chris Hamann (beide vom PBC Merkers) ab.

Gespielt wurde im Round-Robin-System auf fünf Gewinnspiele im Wechselbreak. Die vier Bestplatzierten ermittelten daraufhin den Sieger mittels Halbfinale und Finale unter sich.

Bereits anfangs kristallisierte sich der Bundesligaspieler Alexander Usbeck als der Top-Favorit dieser Landesmeisterschaft heraus. Mit einem Satzverhältnis von 6:0 und dabei nur drei abgegeben Spielen sorgte er in der Gruppenphase für mehr als deutliche Verhältnisse.

Den zweiten Platz der Gruppe sicherte sich Alexander Bachstein vom 1. PBC Gera. Dabei war die Anfangspartie gegen Vereinskameraden Marcus Wildt von entscheidender Bedeutung für den in Stadtroda lebenden Oberligaspieler. Wildt lag bereits sicher in Führung, ehe sich Bachstein wieder auf seine Stärken besann und die Partie mit 5:4 für sich entschied. Im weiteren Verlauf der Gruppenphase unterliefen Bachstein dann keine weiteren Patzer (5:2 gegen Hähnel, 5:0 gegen Rejke, 5:1 gegen Hamann, 5:0 gegen Stelzer und 0:5 gegen Usebck).

Der dritte im Finalquartett war Ronny Rejke. Auch für den Erfurter war nach den Niederlagen gegen Usbeck und Bachstein die entscheidende Partie, die gegen Marcus Wildt. Immer Kopf an Kopf mit seinem Konkurrenten liegend, konnte Rejke erst beim Stande von 4:4 die Partie durch strategisches Spiel für sich entscheiden. Nachdem Wildt zwei Fouls in Folge begangen hatte, gelang es Rejke auch die dritte Sicherheit zu legen. Marcus verfehlte den Ball nur knapp, besiegelte damit aber seine zweite hauchdünne Niederlage des Tages. Die weiteren Partien entschied Rejke klar für sich.

Unter den verbliebenen Teilnehmern war nach der Hälfte der Gruppenphase immer noch nicht der letzte Finalplatz ermittelt. Einzig Steve Hähnel und Robert Stelzer hatten bis dahin all ihre Spiele verloren und somit blieben auch aufgrund Ihrer Spielstärke nur Chris Hamann und Marcus Wildt unter den möglichen Halbfinalisten. Während Marcus nach seinen zwei knappen Niederlagen im nächsten Spiel unerwartet gegen Robert Stelzer mit 3:5 den Kürzeren zog und letztlich auch gegen Hamann verlor, leistete sich dieser gegen die vermeintlich schwächeren Spieler keine Niederlage und zog mit einem Satzverhältnis von 3:4 in die Endrunde ein.

Schließlich belegten Stelzer, Wildt und Hähnel die Ränge 5, 6 und 7.


 

Die nachfolgende Auslosung der Halbfinals ergab die Partien Usbeck gegen Rejke und Bachstein gegen Hamann. Der Erste, der sieben Spiele für sich entscheiden konnte, zog ins Halbfinale ein.

Bis zum 2:2 konnten Rejke und Hamann gegen ihre favorisierten Gegner mithalten. Ab diesem Zeitpunkt zogen Usbeck und Bachstein nahezu im Gleichschritt Ihren Gegnern auf 5:2 davon. Rejke und Hamann konnten im weiteren Verlauf nur noch ein Spiel für sich verbuchen, ehe sie sich den beiden „Eagles“ mit 3:7 beugen mussten.

Für den gastgebenden Verein war damit das Traumfinale Usbeck gegen Bachstein erreicht und die beiden Akteure boten den Zuschauern einige aufsehenerregende Momente.

Usbeck sicherte sich in Windeseile das 1:0. Im nächsten Spiel unterlief im jedoch ein Fehler auf die 9, den Alex Bachstein konsequent zum Ausgleich nutzte. Das folgende Breakfoul von Bachstein bestrafte Usbeck sofort mit fehlerfreiem Spiel und ging mit 2:1 in Führung. Nach einer verschossenen 5 von Usbeck im vierten Spiel glich Underdog Bachstein wiederum aus. Im weiteren Verlauf hielt Bachstein dem Druck von Usbeck immer weiter stand. 3:2; 3:3; 4:3; 5:3. Doch Bachstein war immer wieder auf die Fehler seines Gegners angewiesen und Usbeck ermöglichte ihm die notwendigen Chancen. Eine verschossene 10 von Usebck im neunten Rack brachte Bachstein wieder in Reichweite. Das folgende Spiel war eines der entscheidenden in diesem Match. Bachstein hatte durch zwei Fouls von Usbeck eine gute Chance zum Ausgleich, verstellte sich auf die 3, jumpte diese noch ins Loch, agierte bei der 4 aber dann durch einen Lochversuch per Banker zu aggressiv, was Usbeck sofort mit der 6:4 Führung bestrafte. Bis zur 8 sah es so aus, als würde Usbeck seine Führung ausbauen, aber bei dem Ball auf die Mitte unterlief ein schwerwiegender Fehler, den Bachstein dankend annahm. 6:5.

Usbeck zeigte sich im nachfolgenden Spiel unbeeindruckt von seinen bis dahin begangenen Fehlern, setzte sich mit 7:5 ab und brauchte damit nur noch ein Spiel zu gewinnen, um sich zum zweiten Mal in dieser Saison Landesmeister nennen zu können.

Die entscheidende Situation des 13. Spiels war die auf die 6. Hier spielte Bachstein nach verschossenem Ball von Usbeck zum ersten Mal richtig gut Safe, statt einen schweren offensiven Ball anzugehen. Usbeck konnte diese eindrucksvoll über zwei Vorbanden parieren. Bachstein versuchte mit der Angst im Nacken das zweite Mal Safe zu legen, doch die Weiße lief wenige Zentimeter zu kurz und Usbeck hatte eine frei spielbare Kugel vor sich. Usbeck lochte fehlerfrei die fünf verbliebenen Kugeln und holte sich verdient den 10-Ball Landesmeistertitel der Saison 2015.

Herzlichen Glückwunsch dem Sieger und den Platzierten.

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